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Das Opernhaus Zürich ist „Opernhaus des
Jahres” 2025.
Das entschieden 39 Kritiker, von der Zeitschrift ‘Opernwelt‘ befragt,
die bereits seit 1960 – also seit mehr als fünfzig (50) Jahren erscheint
und den Titel ‘Opernhaus des Jahres‘ seit 1992 vergibt.
Der Titel ‘Opernhaus des Jahres‘ wird also von der ‘Opernwelt‘ und nicht
von irgendeinem Blatt vergeben.
Der Oper!Award schon und zwar von OPER Medien GmbH & Co. KG.
2020 erhielt Hannover diesen Oper!Award zugeschrieben – Frau Berman
hatte gerade ihre Opern-Intendanz begonnen, die sie ja - auch wegen des
enormen Zuschauerzuspruchs (dritter Rang in den meisten Fällen
geschlossen) vorzeitig beenden musste. Wie im Falle Hannover ‘lachten
damals nicht nur die Hühner‘, sondern vor allem Fachleute über die
Verleihung eines Oper!Awards an die Nds. Staatsoper unter Frau Berman.
Im Falle Regensburg ist laut Bayerischer Rundfunk
(https://www.br.de/nachrichten/kultur/das-theater-regensburg-ist-opernhaus-des-jahres,V1aMZ6P
)
besonders interessant, dass “das Fachmagazin Oper […] mit dem Preis vor
allem das angebliche Engagement der Regensburger Verantwortlichen für
das Musiktheater würdigt.
Nach dem in aller Welt zu vernehmenden Jubelgebrüll ob der Vergabe
dieses Oper!Award nun die Entsetzensschreie aus der Gruppe der
Fachleute:
Dr. Schloderer geht nach Hamburg.
Er verlässt – wie ein Gutmeinender ihm riet – Regensburg rechtzeitig, um
nicht mit dem Theater Regensburg unterzugehen, wenn die Intendanz
personell so ausgestattet bleibt, wie bisher.
Man erinnert sich, dass die Stadtverwaltung Regensburg lange zögerte,
den Vertrag des jetzigen Intendanten zu verlängern.
Zitat
Der Regensburger Verwaltungsrat hatte erst Ende September die Verträge
von Schloderer und Ritschel um fünf Jahre verlängert, die Entscheidung
zuvor auf die lange Bank geschoben. Hintergrund war das Gerangel um die
Geschäftsordnung, die den Einflussbereich der Theaterchefs regelt. Die
extrem späte Zusage sorgte für viel Frickeln, die Atmosphäre kühlte
merklich ab, von freundschaftlich-kollegialer Eintracht zwischen den
Theaterchefs war zuletzt nichts mehr zu spüren.
Zitatende
Quelle: MZ – 03.12.2025
Der Regensburger Theaterdirektor allerdings wird froh sein, dass Dr.
Schloderer geht. Der Aufpasser ist weg und der Andere kriegt sicher
jemanden als kaufmännischen Leiter, mit dem er eher Schlitten fahren
kann. Da wird Frau Dr. Freudenstein als neue Oberbürgermeisterin der
Stadt Regensburg und Vorsitzende des Verwaltungsrates Theater Regensburg
selbst ein Auge auf das Haus haben müssen, um nicht in die zu
erwartenden Fehlentwicklungen – wegen der nicht vorhandenen
kaufmännischen Kontrolle wie der unter Dr. Schloderer - der
Staatstheater-Leitung Regensburg hineingezogen zu werden.
Warnen muss man Herrn Dr. Schloderer vor Äußerungen aus dem Hamburger
Senat, wonach man in Hamburg wie in
Regensburg Musiktheater in aller Breite zeigen wolle,
Zitat
„alles, was Oper kann“, auch mit überraschenden Projekten, die das
Publikum umarmen. Zu Regensburg hat er gute Kontakte, sagt er, und: „Der
Ruf Ihres Hauses ist auch nach Hamburg gedrungen.“
Zitatende
Quelle: MZ –
03.12.2025
Lächerlich!
Der Ruf aus Regensburg nach HAM - allenfalls in einer Hinsicht - möglich.
Die Zuschauerzahlen jedenfalls lassen in der Hamburgischen Staatsoper
zur Zeit ausgesprochen zu wünschen übrig. Außerdem griff Herr Dr. Brosda
als Dezernent für Kultur und Medien bei der Neubesetzung der Planstelle
vom Hamburger Ballett ausgesprochen deutlich daneben.
Dann noch der Neubau des Opernhauses.
Man kann Herrn Dr. Schloderer nur das Beste wünschen, aber einfach wird
es für ihn nicht zwischen den ihn umgebenden hochnäsigen
hanseatischen Pfeffersäcken.
Kratzer kann sich mit seinem Rainer Sellmaier, der ja mal unter Weil der
Ausstattungschef in Regensburg war, auf die 'Freiheit der Kunst'
rausreden.
Dr. Schloderer
bleibt nur das wachsame, aber undankbare, Auge auf den schnöden Mammon.
Immerhin hat íhm das a.i. der ehemalige Verwaltungschef der Nds.
Staatsoper Hannover - Jürgen Braasch - vorgemacht. Der wird ihm schon
zeigen, wo es lang geht.
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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:
Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll bezahlten
Eintrittskarten aus dem freien Verkauf verstehe ich
diese Besprechungen und Kommentare nicht als
Kritik um der Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach
meiner Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.
Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und
Satire.
Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5,
Grundgesetz, in Anspruch.
Dieter Hansing
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