Zur Meinungsfreiheit westlicher Gesellschaften zählt das Recht zur missverständlichen Überzeichnung.
   
04.01.2010 - dradio.de

 

 

   




Thema des Tages

31. Dezember 2013

Was nun -
Frau Präsidentin RW-International?
 

 

 

 
     
 


Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, wird die derzeitige Präsidentin des RWVI im Mai 2014 nicht mehr für die Präsidentschaft des Vereins kandidieren.

Ihre Zeit im RWVI geht zu Ende, ohne dass sich ihre fünfjährige Tätigkeit wohl wirkend auf die Wiedergabe der Werke Richard Wagners im Sinne des Textdichters und Komponisten ausgewirkt hätte.

Im Gegenteil:
Da wie dort - siehe SZ vom 27. Juli 2011 - wird behauptet, Richard Wagner fordere mit 'Kinder schafft Neues' Theaterproduktionen seiner Werke im Sinne von Verfälschung unter gleichzeitiger Steuergeldverschwendung und ohne Widerspruch z.B. der Präsidentin von Richard-Wagner-International.

Denn die 'liebt' ja nach eigener Aussage 'modische' Inszenierungen und bereitet damit den Boden für die Vernichtung von Werten.

 


Heutzutage wird diese Falschauslegung auch in den BT-Festspielnachrichten dargestellt.

Interessant in dem Zusammenhang, dass auf Betreiben der ehemaligen externen Lehrbeauftragten der HMTMH die RW-Vereine sich noch immer auferlegen, in keinem Fall die Qualifikation z.B. von Richard Wagners Urenkelin Katharina Wagner in Frage zu stellen.
 


Protokoll

Außerordentliche Delegiertenversammlung
des Richard-Wagner-Verbandes International e. V.
am Sonntag, 09.10.11 im Konferenzraum des
Cosmopolitan Restaurant, Frankfurt/Main

Ganz deutlich stellt Frau Märtson allerdings dar, dass der RWVI
den Bayreuther Festspielleiterinnen
nicht sagen wird, was sie zu tun haben und was zu lassen!

Als Privatperson ist es jedem freigestellt,
seinen Groll und Verdruss der Festspielleitung mitzuteilen,
aber der Richard Wagner Verband International
distanziert sich komplett davon.
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu den Festspielleiterinnen
und das möchten wir für den Verband
und für die Stipendiaten nicht infrage stellen!
Die Delegierten bekräftigen diese Aussage durch Applaus.
Auch Herr Weyringer untermauert die Aussagen von Frau Märtson.
Es wäre anmaßend, wenn wir als RWVI
in die künstlerischen Belange der Festspiele eingreifen würden!
 

 


Was soll man von Leuten halten, die nicht in der Lage sind, Richtiges und Falsches in den richtigen Zusammenhang zu bringen.

Das Adorno-Wort, dass Singen nicht Not tue, wurde aus dem Zusammenhang gerissen, was Kinder und Jugendliche durch die 68er-geprägte Lehrerschaft verstummen ließ.
Dies wird nun mühsam mit Hilfe der Neurologen korrigiert, dass junge Menschen erst jetzt wieder zum Singen kommen. Der Schaden ist beim heutigen Sängernachwuchs zu spüren.

Das von vielen verwendete Zitat:
’Kinder! macht Neues!’
bezieht Richard Wagner in seinem Brief an Liszt vom 8. September 1852 ganz eindeutig auf Hector Berlioz, der jahrelang an seinem ’Benvenuto Cellini’ herumkorrigierte.
Gemeint ist also: ’Kinder schafft neue Stücke!’

Dass Richard Wagner diese Aussage auf die Produktivität von Librettisten und Komponisten bezieht und nicht auf das Inszenesetzen von Stücken, zeigt auch sein Brief nur drei Monate später an Ferdinand Heine, dass seine Stücke so zu geben seien wie er sie sich gedacht habe.
Wer das nicht könne oder wolle, solle es bleiben lassen.

Er hätte sich diesen Hinweis vom Dezember 1852 an Heine mit Sicherheit erspart, wäre er schon im Brief an Liszt vom September 1852 anderer Meinung gewesen.

Unter diesem Aspekt sollte man sich nicht auf die gleiche Stufe mit heutigen Verfälschern stellen, die Texte nach Gutdünken in wechselnde Zusammenhänge bringen.

Erinnert sei hier an die Vorgänge in Leipzig anlässlich des dortigen 'Holländer':
 


 

Tumulte an der Oper Leipzig
anlässlich der Premiere
'Der fliegende Holländer'

  NMZ - Regensburg


Wagner-Verband rügt «Gewaltorgie»

 


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Pressemitteilungen Richard-Wagner-Verband Leipzig e.V.

Leipziger Erklärung der Richard Wagner Verbände
der neuen Bundesländer und Berlins


Am 24. Oktober 2008 trafen sich die Vorstände der Richard-Wagner-Verbände
Berlin-Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Dessau, Halle und Magdeburg sowie Weimar,
Chemnitz, Dresden und Leipzig zu einem Arbeitstreffen in Leipzig, der Geburtsstadt des Komponisten Richard Wagner.

Es wurde Einvernehmen erzielt, dass die Vorbereitung und Durchführung des
200. Geburtstags des Namenspatrons sowohl für die lokalen Verbände als auch für den Bundesverband und den Richard Wagner Verband International von herausragender Bedeutung ist. Sie werden dazu in der Geburtsstadt des Komponisten zu Gast sein.

Die Vorstände stellen fest, dass auf der Stadt Leipzig eine besondere Verantwortung lastet, den 200. Geburtstag des Leipziger Sohnes Richard Wagner würdevoll und der Bedeutung seines Werkes angemessen zu begehen. Dazu gehört auch, Richard Wagner gleichberechtigt und sichtbar in den Kanon bedeutender Köpfe der Musikstadt Leipzig aufzunehmen.

Im Verständnis der Vorstände hat die Oper Leipzig eine besondere Verantwortung bei der Pflege des Wagnerschen Werkes. Sie sollte der Ort für die Aufführung aller Opern des Komponisten sein.
Es wird erwartet, dass im Mai 2013 nach langer Pause und als Ausdruck des Respekts und der Achtung gegenüber Richard Wagner seine Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ zur Aufführung kommt.

Die Vorstände sind sich einig, dass die Oper Leipzig nicht zur Experimentalbühne
am Werk Richard Wagners mutieren darf.
Die Vorgänge um die Premiere der Oper „Der fliegende Holländer“
dürfen sich nicht wiederholen.
Die versammelten Richard Wagner Verbände einigten sich darauf,
ein verstärktes Augenmerk auf die Verantwortung der Intendanzen gegenüber dem Werk
Richard Wagners und der Interpretation durch die Regisseure zu legen.


Es wird vereinbart, die Zusammenarbeit zu vertiefen und dazu regelmäßige Arbeitstreffen durchzuführen. Inhaltliches Ziel ist vor allem die Herausarbeitung der Bedeutung Mitteldeutschlands für die Entwicklung
des Komponisten und als Stätten der Wagnerpflege.




Richard ist Leipziger...
Denn in Leipzig wurde er am 22. Mai 1813 am Brühl geboren und am
16. August 1813 in der Thomaskirche getauft. Hier besuchte er Nikolai- wie Thomasschule und die Universität. In Leipzig wurde sein Verlangen geweckt, Musiker und Komponist zu werden. Gewandhausmusiker Gottlieb Müller sowie Thomaskantor Theodor Weinlig gaben ihm das Rüstzeug dazu. Von hier ging er seinen Weg als Großer der Musikgeschichte.

 


Was nun, Frau Präsidentin RW-International?

Ratlos bleibt das Volk mit dem Werk Richard Wagners zurück - ausgeliefert den RW-Vereinen, die stille schweigen, denn - wie hieß es doch im Protokoll vom 9.10.2011 entsprechend Ihrer Weisung -

- 'Es wäre anmaßend, wenn wir als RWVI
in die künstlerischen Belange der Festspiele eingreifen würden'! -

Damit dokumentieren die RW-Vereine doch, dass die BT-Damen 'über alles in der Welt' stehen und die RW-Vereine vorgeben, keine Ahnung zu haben, weil ihnen dann die, die den Urgroßvater im Spiegel-Interview Nr. 29 - 2012 verflucht, nach BT gegangen zu sein, nicht mehr die Hand drückt.

Dass Frau Präsidentin RWVI sich womöglich resigniert zurückzieht, da sie mit Ihrer eigenen Vorgabe, sich wie ehedem für die 'Volksbildung' einsetzen zu wollen, nichts bewirken konnte, ist verständlich.

Von Inszenierungen sei zu schweigen, aber die 'Basics' sollten wenigstens stimmen.
Da gibt ein RW-Verein einen Jahresbericht über seine Tätigkeiten in 2013 heraus und führt Rollen auf, die es bei RW in der Schreibweise nicht gibt.

Da ist die Rede von Fasold (weiches 'd' am Ende, statt hartes 't'), da gibt es einen Favner (statt 'f' steht da ein 'v'), da wird eine Gudrune (weiches 'd', statt hartes 't') vermerkt.
Besonders hervorzuheben aber ist in der Jahresaufstellung der 16. Oktober 2013 mit einer Veranstaltung in einem 'Run - g - ingersaal'.

Der Regensburger RW-Verein sollte wissen, dass der Veranstaltungsort den Namen 'Run - t - ingersaal' trägt.
Und dieser Bericht wurde nun aus der Stadt mit dem Weltkulturerbe-Siegel in alle Welt versandt.

Der RW-Verein Regensburg ist zwar nicht Mitglied des RW-International, aber  so ist es doch wohl kein Wunder, dass Frau Präsidentin RW-International sich nun unter den geschilderten Gesamtumständen an die 'Grenze nach Litauen' zurückzieht und nicht mehr für RW-International kandidiert.
 

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Um 'Missverständnisse' zu vermeiden:


Als Zeitungs- / Theater-Abonnent und Abnehmer von voll bezahlten Eintrittskarten aus dem freien Verkauf verstehe ich diese Besprechungen und Kommentare nicht als Kritik um der Kritik willen,
sondern als Hinweis auf - nach meiner Auffassung - Geglücktes oder Misslungenes.

Neben Sachaussagen enthalten diese Texte auch Überspitztes und Satire.

Hierfür nehme ich den Kunstvorbehalt nach Artikel 5, Grundgesetz, in Anspruch.

Dieter Hansing
 

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